Coaching Zone – Bässe, Bier und Business-Talk

Willkommen zur ersten Ausgabe der Coaching Zone auf espiridon.de!

Fast jeder gute Kontakt beginnt mit: Smalltalk. Und so will auch ich mit diesem Thema beginnen. Afterwork-Parties sind in. Mindestens genau so wichtig wie die feierabendliche Entspannung ist dabei das Networking und der berufliche Austausch. Immer mehr Jobs werden bei einem kühlen Bier verteilt.

Männer in Anzügen und Frauen in Kostümen säumen die Bar oder drängeln sich stehend auf der Tanzfläche. Die Gespräche sind in vollem Gange, die Bässe kommen eher zurückhaltend aus den Boxen. Schließlich soll man sich in Ruhe über Börsenkurse, Firmeninterna und Karrierepläne unterhalten können. Es ist Afterwork-Party. Die lockeren Veranstaltungen werden immer beliebter und sind als Treffpunkt mit Gleichgesinnten geschätzt. „Networking“ und „Vitamin B“ haben ihr negatives Image weitgehend verloren. So bevölkert auch immer mehr jüngeres Businessvolk die Afterwork-Parties, die früher den Top-Managern vorbehalten waren. Dass die guten Jobs allesamt unter der Hand vergeben werden, hat sich herumgesprochen. Gerade in Krisenzeiten wenn sich das Personalkarusell dreht, hat Networking Hochkonjunktur. Doch was macht gerade den Reiz der Afterwork-Parties aus? Es ist sicherlich der halboffizielle Rahmen, die Mischung aus privatem und geschäftlichem. Beim ungezwungenen Smalltalk, ohne Zeitdruck und Agenda und mit offenem Hemdkragen knüpft es sich leichter Kontakte. Auch ergibt sich hier oftmals die Möglichkeit, Menschen zu treffen, zu denen man auf dem Dienstweg überhaupt keinen Zugang hätte. Überhaupt sind Hierarchien beim Feierabendbier relativer. Höchstens an der Kleidung lässt sich noch auf den ersten Blick erkennen, mit wem man es zu tun hat.

Egal ob Sie eher zur Unterhaltung da sind oder gezieltes Networking betreiben, vergessen Sie Visitenkarten und Smartphone nicht. Schließlich soll der Smalltalk nur der Anfang einer langen fruchtbaren Beziehung sein. Und vergessen Sie vor allem bitte eines nicht: So locker die Atmosphäre sein mag, so groovy die Musik und so lecker das Bier: Auch Afterwork-Parties haben eine gewisse Etikette. Aufdrängen und Anbiedern ist unerwünscht. Verkaufsgespräche und wahlloses Visitenkartentauschen ebenso. Networking ist auch hier ein Geben und Nehmen, ein Resultat von Sympathie und Vertrauen. Aber das ist doch gerade das Schöne daran, nicht? Ich finde es toll, dass es auch im digitalen Zeitalter Institutionen wie Afterwork-Parties gibt und der persönliche Kontakt gepflegt wird. XING, Linkedin & Co. sind zwar praktisch, machen aber nicht halb so viel Spaß. Außerdem smalltalked es sich online nicht wirklich gut, zumindest meine Finger sind nicht schnell genug.

Deshalb empfehle ich auch Ihnen, den PC hin und wieder mal auszuschalten und sich in das Afterwork-Leben zu stürzen. (Natürlich erst, wenn Sie diesen Artikel fertig gelesen haben.) Es wird Ihnen gut tun. Party-Angebote gibt es in jeder größeren Stadt, googeln Sie einfach mal danach. Wir sehen uns dann bald, bei Bier, Bässen und Business-Talk!

Ihr Sascha Frank

(Bild: Goodmorning Hostel, Wikimedia)

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